Differenzstrommessung RCM spielt eine immer wichtigere Rolle für hochverfügbare Stromversorgungen

Differenzstrommessung

RCM spielt eine immer wichtigere Rolle für hochverfügbare Stromversorgungen, wie man sie inzwischen in nahezu allen Marktsegmenten findet. Vor allem kontinuierliche Prozesse und besonders sensitive Applikationen wie Rechenzentren, Krankenhäuser oder Halbleiterfabriken bauen auf RCM. Auch überall dort, wo Isolationswiderstandsmessungen und Fehlerstromschutzschalter aus örtlichen oder betrieblichen Gegebenheiten nicht realisiert werden können, bietet die RCM-Messung eine gute Alternative. Die beschriebene “vorausschauende“ Überwachung hilft zudem, Alarme zu reduzieren, wie dies etwa ein Alarmmanagement nach EEMUA 191 oder NAMUR NA 102 fordert.

 

RCM kann aber noch mehr, nämlich die Brandgefahr reduzieren! Ein Fehlerstrom, ausgelöst durch eine defekte Isolierung, kann tückisch sein. Die Stromhöhe wird von der Leistung des speisenden Netzes, vom Isolationsfehlerwiderstand und dem Erdungswiderstand bestimmt. Bei ausreichend hohem Stromfluss (bei sattem Erdschluss bzw. entsprechend niederohmigem Schluss) wird die vorgeschaltete Schutzeinrichtung den elektrischen Verbraucher vom Netz trennen. Ist der Fehlerstrom jedoch zu klein, löst die Schutzeinrichtung nicht aus. Wenn die eingetragene Fehlerleistung einen Wert von ca. 60 Watt (ca. 261 mA bei 230 V) übersteigt, besteht Brandgefahr. Eine Fehlerstromüberwachung dient damit auch der Brandprävention.