Energiemanagement Lastmanagement und Optimierung von Fertigungsprozessen

Energiemanagement

Wer benötigt sonst noch ein Energiemanagementsystem (EnMS)?

Im Grunde profitiert jedes Unternehmen ab einem bestimmten Energieverbrauch und mit einer großen Anzahl unterschiedlichster Verbraucher und Prozesse von der Einführung eines Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001. Die dahinterstehende Systematik sorgt nachhaltig für gezielte Maßnahmen zur Reduzierung der Energiekosten. Zudem wird ein EnMS nach ISO 50001 künftig auch als Marketinginstrument für die Darstellung einer grünen und umweltbewussten Unternehmensphilosophie an Bedeutung gewinnen.

Das Energiemanagement stellt einen geschlossenen Regelkreis mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung dar.

Nun muss man professionell arbeitenden Unternehmen zugestehen, dass nicht unbedingt ein zertifiziertes Managementsystem im Unternehmen etabliert sein muss, um nachhaltig die Energiekosten zu senken. Zudem gibt es zahllose Unternehmen, welchen die rechtlichen Voraussetzungen für eine EEG-Umlagereduzierung oder den Spitzenausgleich fehlen und damit ISO 50001 kein zwangsläufiges Thema ist. Die Energiekosten sind dennoch hoch. Wer sich hier die nötige Transparenz mit einem Energie-Daten-Managementsystem von Janitza schafft, legt den Grundstein für nachhaltig energiebewusstes Wirtschaften.

Spitzenlastmanagement und Netzentgelte

Ein weiterer wichtiger Aspekt zur Kostenreduzierung, welcher mit einem Energiedaten-Managementsystem verfolgt werden kann, ist die Steuerung und Reduzierung der Spitzenlasten. Elektroversorgungsunternehmen berechnen die Netzentgelte anhand einer höchsten, innerhalb einer Viertelstunde gemessenen Last. Dieser Wert gilt dann unter Umständen für das gesamte Abrechnungsjahr. Dennoch kann es sein, dass dieser Wert sich einfach willkürlich oder zufällig ergeben hat. Häufig kommt es vor, dass die eigentlichen „Störenfriede“ bei der Erzeugung von Spitzenlasten auf Anhieb nicht zu erkennen sind.

 

Nur wer hier Transparenz über die Lastverläufe seiner wesentlichen Verbraucher schafft, hat die Möglichkeit, aktiv gegenzusteuern. Das kann durch gezieltes Abschalten von Verbrauchern geschehen, durch Zuschalten eigener Erzeuger oder, wo das prozesstechnisch nicht möglich ist, mittels zeitversetzter Einschaltvorgänge oder Herunterregeln unwesentlicher Prozessvorgänge. Ein weiterer, aber häufig unbekannter Gesichtspunkt ist, dass laut § 19 Abs. 1 StromNEV – Sonderformen der Netznutzung Versorgungsunternehmen ihren Kunden einen vergünstigten Monatsleistungstarif anbieten müssen, wenn die einmal gemessene Spitzenlast aufgrund besonderer Umstände deutlich höher ist als die normalerweise im Unternehmen übliche.

Lastmanagement und Optimierung von Fertigungsprozessen

Nicht nur die Spitzenlast erhöht die Stromkosten. Untersuchungen in großen Fertigungsbetrieben haben ergeben, dass alleine in den schichtfreien Zeiten und während der Leerlaufphasen, je nach Prozess, teilweise jährlich Stromverbräuche in Höhe mehrerer Gigawattstunden pro Standort entstehen! Ein feinmaschiges Netz von Messpunkten innerhalb der Fertigungsstrukturen in Verbindung mit modernen SPS-Steuerungen und Fertigungsleitsystemen ermöglicht eine automatisierte Optimierung in Echtzeit auf hohem Niveau. Janitza Messgeräte eigenen sich aufgrund ihrer offenen Kommunikationsschnittstellen, der hohen Abtastrate und Messgenauigkeit hervorragend für diese Aufgabe.

Lastmanagement und Stromeinkauf

Wer seine Lastverläufe kennt und am Spotmarkt Strom einkauft, kann dies natürlich mit genauer Kenntnis seines volatilen Bedarfs aufgrund seiner Lastprofile punktgenau tun.